Evozierte Potentiale

Magnetisch evozierte Potenziale (MEP), somatosensorisch evozierte Potentiale (SSEP), visuell evozierte Potentiale (VEP), akustisch evozierte Potentiale (AEP)

Was sind magnetisch/somatosensorisch/visuell/akustisch evozierte Potentiale?

Mit dieser Messung wird die Leitungsfähigkeit motorischer, sensibler oder sensorischer Nervenbahnen bestimmt, also Nervenbahnen, die den Impuls vom Gehirn über das Rückenmark und die peripheren Nerven zum Muskel führen, beziehungsweise in umgekehrter Richtung vom Augennerv/Hörnerv oder Gefühlsnerv zum Gehirn.

So können zusätzlich zu den Messwerten der Elektroneurographie auch Einschätzungen zu den motorischen, sensiblen bezüglich sensorischen Nerven in Hirn und Rückenmark vorgenommen werden.

Wie funktionieren evozierte Potentiale?

Gereizt wird entweder mit einer Magnetspule über der Hirnrinde (MEP), mittels elektrischem Impuls am Nerven (SSEP) oder mit einem Lichtreiz (VEP) beziehungsweise einem akustischen Reiz (AEP).

Ist diese Untersuchung unangenehm oder gefährlich?

Bei der Reizung des Gehirns wird eine Zuckung in einer Körperhälfte ausgelöst, die der Untersuchte nicht unterdrücken kann. Manche empfinden diese plötzliche unwillkürliche Bewegung als unangenehm. Schmerzhaft ist sie nicht. Die Untersuchung ist nicht gefährlich, lediglich bei Trägern eines Herzschrittmachers sollte sie vermieden werden, um den Schrittmacher nicht durch die Magnetwelle zu stören. Bei Patienten mit bekannter Epilepsie kann die Untersuchung durchgeführt werden, hier müssen aber besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

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