Aktive und informative Nacht der Medizin

12. August 2018

Bei der Veranstaltung am Klinikum Mittelmosel konnte man Medizin hautnah erleben

Zell. Wie oft hat man die Möglichkeit, sich ein tonnenschweres medizinisches Gerät anzuschauen, ohne sich selbst einer Untersuchung unterziehen zu müssen? Und die verantwortlichen Ärzte und Mitarbeiter über all seine technischen Raffinessen und modernen Funktionen zu befragen? Nicht oft. Bei Nacht der Medizin im Klinikum Mittelmosel am vergangenen Donnerstag jedoch bot sich genau diese Möglichkeit.

Die offizielle Einweihung des neuen Magnetresonanztomografen (MRT) wurde zum Anlass genommen, die Türen des Hauses zu öffnen, und die Menschen aus der Region zu einer vielseitigen Nacht der Medizin einzuladen. Zahlreiche Menschen folgten dieser Einladung und besuchten am Donnerstagabend das Klinikum Mittelmosel. Regelrechte Schlangen bildeten sich bei den kostenfreien Gesundheitschecks: Die Besucher ließen ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko testen oder einen Ultraschall der Halsschlagader durchführen.

Großen Anklang fanden auch die Aktionen zum Mitmachen: Im Elektivzentrum des Klinikums wurde die richtige Technik bei der Wiederbelebung trainiert. Wem das zu anstrengend war, der besuchte gleich gegenüber den Snoezel-Raum. Beim Snoezeln geht es um die positive Stimulierung der Sinne durch Gerüche, Geschmack, Klänge oder auch Berührung. „Anhand verschiedener Parameter wie dem Blutdruck oder der Herzfrequenz lassen sich die positiven Effekte des Snoezelns beobachten“, erklärte Isabel Irion, Koordinatorin der Palliativstation, ihren Gästen im Snoezel-Raum. „In der Intensiv- und Palliativmedizin unseres Hauses findet diese Methode daher regelmäßig Anwendung.“

Ekel bei den einen, Faszination bei den anderen rief das echte Schweineherz hervor, welches im Herzkatheterlabor inspiziert werden konnte. „Das Schweineherz ist mit dem menschlichen Herz nahezu identisch – nur viel größer. Das menschliche Herz ist etwa so groß wie eine geschlossene Faust“, verdeutlichte Nicole Morbach, Fachkrankenschwester für Anästhesie- und Intensivmedizin. Selten bietet sich so eine Gelegenheit, ein lebenswichtiges Organ in die Hand zu nehmen, sich alle seine Kammern und Gefäße genau anzuschauen und zu betasten.

Das abwechslungsreiche, aktive wie informative Programm der Nacht der Medizin bot etwas für jede Altersklasse. Die Chefärzte teilten in zahlreichen Vorträgen ihr medizinisches Wissen und erfuhren reges Interesse. Aber auch das Angebot für Kinder – das Gipsen und der Luftballon-Künstler Joachim Lauer – lockte viele Erwachsene an.

Bereits am Vorabend zur Nacht der Medizin waren regionale Unternehmen zu einem exklusiven Blick hinter die Kulissen des Klinikums Mittelmosel eingeladen. In Kleingruppen führten Birgit Mohr, Kaufmännische Direktorin, und Pflegedienstleiter Vladimir Lejrich durch das Haus, wo die Chefärzte sich selbst, ihre Fachabteilung und ihren Tätigkeitsbereich präzise vorstellten. Im Anschluss an die Führung nutzten alle Anwesenden die Gelegenheit, bei einem leckeren Imbiss neue Kontakte zu knüpfen oder bestehende zu vertiefen.

 

 



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